Autopilot & FSD im Alltag
Was jeder neue Tesla serienmäßig kann, was das 99-€-Abo dazubringt – und wie gut das auf der Autobahn wirklich funktioniert.
Stand: 28.09.2026 · Quellen: Tesla Support: Autopilot, Tesla-Konfigurator
Tesla unterscheidet heute zwei Stufen: den serienmäßigen Autopilot und das Paket „Potenzial für Voll-Selbstständiges Fahren“. Das früher separat angebotene „Enhanced Autopilot“ taucht im deutschen Konfigurator nicht mehr auf.
Autopilot (serienmäßig)
Laut Tesla ist der Autopilot „bei jedem neuen Tesla serienmäßig“. Er umfasst:
- Abstandsgeschwindigkeitsregler – passt das Tempo an den Verkehr an.
- Lenkassistent – hält die Spur auf klar markierten Straßen und nutzt dafür den Abstandsregler.
Der Lenkassistent ist ab Werk deaktiviert. Einschalten: Touchscreen → „Fahrzeug“ → „Selbstständiges Fahren“. Aktiviert wird er bei Model 3 und Model Y, indem man den rechten Hebel an der Lenksäule zweimal nach unten drückt.
„Potenzial für Voll-Selbstständiges Fahren“ (Abo)
Im Konfigurator als monatliches Abonnement für 99 €, abgerechnet monatlich bis zur Kündigung. Dazu kommen laut Tesla:
- Spurwechselassistent – wechselt auf der Autobahn die Spur, wenn du blinkst.
- Mit Lenkassistent navigieren (Beta) – von der Auffahrt bis zur Ausfahrt, inklusive Spurwechsel-Vorschlägen und Autobahnkreuzen.
- Autoparken – parallel oder rechtwinklig nach Antippen.
- Schlichtes und Erweitertes Smart-Herbeirufen – das Auto rangiert per App aus der Parklücke bzw. zu dir.
- Verkehrsampel- und Stoppschildassistent (Beta) – bremst an Ampeln und Stoppschildern bis zum Stillstand.
Wichtig: „Voll-Selbstständiges Fahren (Überwacht)“ – also das, was in den USA als FSD läuft – ist in Deutschland laut Konfigurator noch nicht verfügbar. Es hängt von der gesetzlichen Zulassung ab; einen Termin gibt es nicht. Alle Funktionen verlangen aktive Überwachung, die Hände bleiben am Lenkrad.
Wie gut ist das im Alltag?
Ehrliche Einordnung aus der Community (Erfahrungsberichte, keine Messung):
- Abstandsregler: wird überwiegend als gut nutzbar beschrieben, Phantombremsungen sind aber ein Dauerthema.
- Lenkassistent: gilt vielen als schwächer als aktuelle Systeme von VW oder BMW – besonders bei unklaren Markierungen und an Ausfahrten.
- Neuere Modelle haben keinen separat wählbaren Modus „nur Abstandsregler“ mehr – wer nur den Tempomaten will, muss das in den Einstellungen umstellen.
Wenn dir die Assistenz wichtig ist: Mach die Probefahrt gezielt auf der Autobahn und teste beide Stufen. Das Abo lässt sich monatlich kündigen – ein Monat zum Ausprobieren kostet 99 €.
Kosten im Überblick
Autopilot: im Preis enthalten. Paket „Potenzial für Voll-Selbstständiges Fahren“: 99 € im Monat. Alle laufenden Kosten zusammen: Was ein Tesla im Alltag kostet.
